Sonntag, 22. Januar 2017

Tortenzeit ist Familienzeit

Mein Liebster und ich haben uns vor Kurzem bei seiner Oma zum Kaffee eingeladen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie Großeltern und Enkel harmonieren. Mir kommt es so vor, als ob man mit seiner Oma und seinem Opa manchmal mehr Anstazpunkte hat, als mit seinen Eltern. Wenn das so ist, müsste man doch eigentlich mehr Reibungspunkte mit seinen Großeltern haben. Schließlich ist hier der Altersunterschied am Größten. Aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein! Woran liegt es, dass Oma und Opa manchmal mehr Verständnis für die eigene Situation haben, als Freunde, Eltern oder Geschwister?

Blueberry Layer Cake, mit Rote Beete und Mohn




Wenn ich mit meinen Großeltern zusammensitze, oder mit denen meines Liebsten dann scheint die Zeit wie im Flug vorbeizuegehen. Nachdem die letzten Wochen ausgewertet wurden, schließlich ist seit dem letzten Besuch viel passiert, kommt es zu Themen, die tiefer gehen. Oma und Opa scheinen schon auf 100 Meter Entfernung zu spüren, wie es dir wirklich geht. Da braucht man nichts sagen - sie sehen es dir an der Nasenspitze an. Dass das auch Mama und Papa sehen, will ich gar nicht abstreiten. Aber den Rat, den dir eine Oma oder ein Opa gibt, kannst du nicht mit Gold aufwiegen. Sie sehen dir nicht nur in die Augen - sie sehen dir sofort ins Herz!
Umso ernster habe ich mir die Worte angenommen, die mir meine "Schwiegeroma" gesagt hat: Vergiss nicht das, was dir Spaß macht und mit wem dir das Spaß macht! 





Die Moral des Rates? Seit vielen Wochen stande ich die folgende Woche in der Küche und habe selbst nach einem harten Arbeitstag das gemacht, was mir Kraft gibt und mich ausgleicht: das Backen. Es passiert uns so ganz nebenbei, ohne das wir es bemerken: der Alltag schleicht sich ein. Natürlich ist Beständigkeit nichts Schlechtes. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie wunderbar das Gefühl war der Ruhe der Couch den Kampf anzusagen - bewaffnet mit Schneebesen, Backpapier und Kuchenform. In dem Moment war es wieder da: das Highlicht-Gefühl, das man sich manchmal zu wenig gönnt. Denn unter dem Strich zählt nur das, was Oma und Opa in harter Selbsterkenntnis über die Jahre hinweg gelernt haben: Am Ende des Tages musst du glücklich sein!

In der Hoffnung, dass Du Dir Dein Highlight im Alltag schaffst
Deine Frau Hummelsüß


Zutaten

  • 2 Eier
  • 100g Zucker
  • 1 vorgegarte, vakuumierte Rote Beete
  • 50ml Rapsöl
  • 250g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL gemahlener Mohn
  • 400g laktosefreier Doppelrahmfrischkäse
  • 200g laktosefreier Sahnequark 
  • 200g laktosefreie Schlagsahne
  • 3 EL Puderzucker
  • 1 EL Zucker
  • Heidelbeerkonfitüre
  • 100g Heidelbeeren




Zubereitung

  1. Ofen auf 175°C, Ober - und Unterhitze vorheizen. Eine kleine Springform (14,5cm Durchmesser) fetten. 
  2. Rote Beete mit Öl pürieren. Eier mit Zucker schaumig schlagen. Rote Beete-Püree unterschlagen. Mehl mit Backpulver und Mohn mischen. Kurz unterheben. In die Springform füllen, glatt streichen und für ca. 45 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit den Kuchen mit Alufolie oder Backpapier abdecken. Vollständig auskühlen lassen. 
  3. Kuchen zweimal waagerecht durchschneiden. Frischkäse und Quark mit gesiebten Puderzucker luftig aufschlagen. Sahne mit Zucker sehr steif schlagen. Sahne unter die Creme heben. 
  4. Pro Teigschicht ca. 3 Esslöffel Creme grob verteilen. Darauf ca. 3 Teelöffel glatt gerührte Heidelbeerkonfitüre verteilen. Nächste Kuchenschicht aufsetzen. So weiter verfahren, bis alles aufgebraucht ist. Dabei den Kuchen mit Konfitüre und Heidelbeeren verzieren. Kühl stellen. 

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