Mittwoch, 24. August 2016

Frühstück - ohne Pardon!!!

"Du gehst mir nicht aus dem Haus ohne etwas gegessen zu haben!"
Der allmorgendliche Spruch meines Vaters während meiner Schulzeit. Und das kurz nach dem Aufstehen, als mein Magen noch gar nicht im Diesseits angekommen war. Aber selbst nach der Aufstehroutine brauchte ich gar nicht zu diskutieren. Mit nüchternen Magen hätte er mich nie gehen lassen. Das einzige, was ich dann im Stande war zu essen, musste etwas Süßes sein. Am Liebsten Mamas selbstgemachte Marmelade...
Heute bin ich ein totaler Morgenmensch [Danke, Papa :)]. Mit mir ist nichts anzufangen, wenn ich noch nicht gefrühstückt habe. Doch es gibt auch Tage, an denen es wieder nur das Marmeladenbrötchen sein darf...



Quarkbrötchen mit Zwetschge-Rotwein-Zimt Konfitüre





Wenn schon nur ein "reduziertes" Frühstück, dann aber homemade. Selbstgeknetete Brötchen mit selbstgerührter Konfitüre. Einfach nur lecker! 
Bevor du das Bäckerhandtuch wirfst, weil ich Dich zum Brötchen backen verleiten will...bleib hier! Keine Sorge, Du brauchst keinen Steinofen und erst Recht keinen freien Tag um diese kleinen Sattmacher zuzubereiten. 15 Minuten kneten und formen, 30 Minuten gehen lassen, 25 Minuten backen. Während die Hefe in den Brötchen ihr Werk verrichtet und aus den kleinen Kugeln pummelige Brötchen macht, kannst Du in aller Ruhe die Konfitüre vorbereiten. Effiziente Zeitnutzung - wie in der Backstube ;) Und glaube mir, Du willst diese Brötchen essen! So fluffig und saftig - dem kann man gar nicht widerstehen! Außerdem sehen sie aus wie gemalt, oder? Das kannst Du auch - ohne Schweißperlen, ganz easy!
































Kommen wir mal zur Konfitüre...Oder sollte ich besser sagen zur Erwachsenen-Konfitüre?! Einen Schwips bekommst Du trotz Rotwein nicht. Wenn Du aber ganz sicher gehen möchtest, oder Kinder mitessen, kannst Du natürlich den Rotwein durch jeden anderen roten Saft ersetzen. Trauben- oder Cranberrysaft könnten wunderbare Kombinationen mit den Zwetschgen ergeben!
Da sich zur Zeit die Zwetschgenbäume in voller Fruchtpracht zeigen, muss die Ernte genutzt werden. Da bietet es sich an die Sommerfreuden in den Herbst und Winter mit hineinzutragen. Das gelingt am Besten mit einer Marmelade, Konfitüre oder Gelee. So bewahren wir uns an regnerischen Tagen den Sommersonnenschein. Diese Konfitüre überzeugt durch ihr intensives Zwetschgenaroma, wobei sich sanfter Rotwein und eine Prise Zimt dem Geschmackserlebnis anschließen. 
Wie vielseitig anwendbar diese Konfitüre ist, wirst Du in den kommenden 2 Posts erfahren. Also schon mal die Zwetschge-Rotwein-Zimt Konfitüre vorkochen. Wir brauchen sie für folgende Backwerke!


Mit sommerlichen Grüßen
Deine Frau Hummelsüß









 Für die Brötchen
(ca. 15 kleine Brötchen)

500g Weizenmehl (Typ 405) mit 1 TL Salz, 1 TL Zucker, 200g Quark und 200ml Milch für 10 Minuten auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem glatten, seidigen Teig verkneten. In 12 Stücke teilen, zu Kugeln formen und leicht platt drücken. Auf mit Backpapier ausgelegte Bleche mit etwas Abstand legen. Ein Küchentuch darüber legen und für 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.
Ofen auf 200°C, Ober-und Unterhitze vorheizen. 1 Eigelb mit 1 TL Milch verquirlen. Brötchen kreuzweise einschneiden und mit Ei-Milch Mix bepinseln. Für ca. 25 Minuten backen.
Lassen sich prima einfrieren!

  






Für die Konfitüre
  • 1kg Zwetschgen
  • 1 Zimtstange
  • 500g Gelierzucker (2:1)
  • 250ml Rotwein
Zwetschgen waschen, entkernen und klein schneiden. Mit Gelierzucker bestreuen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Rotwein dazugeben, in einem hohen Topf pürieren und anschließend mit Zimtstange sprudelnd aufkochen lassen. Gelierprobe! 
Zimtstange entfernen. In 5 saubere Marmeladengläser füllen. Für 5 Minuten auf den Kopf drehen, danach wieder umdrehen. Vollständig auskühlen lassen.

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